Natürliche Sisal- und Kokosböden!
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Natürliche Sisal- und Kokosböden!

Sisalbeläge: Die Pflanze bildet etwa zwei bis drei neue Blätter im Monat. Jährlich können pro Pflanze etwa 30 bis 40 der etwa 120 cm langen Blätter geerntet werden. Die Pflanze wird etwa 10 Jahre alt, treibt dann eine Blüte und stirbt ab. Entfaserungsmaschinen trennen die Blattmasse ab. Die Fasern werden durch einen Wasserstrahl gewaschen, in der Sonne getrocknet, gebürstet und anschließend zu Garnen versponnen.



 

Diese verarbeitet man zum Teil zu Bindegarnen, zu Seilen und Tauen, aber auch zu Fußbodenbelägen. Sisal ist eine glatte und geschmeidige Faser, die sich gut färben lässt. Sisalbeläge werden daher in vielen Farben angeboten. Sisalbodenbeläge gibt es in verschiedenen Breiten. Sie sind trittschalldämmend, sehr strapazierfähig und werden z.B. in stark frequentierten Ausstellungs- oder Büroräumen, aber auch zunehmend im Wohnbereich eingesetzt. Rückenbeschichtungen werden neben synthetischem Latex inzwischen auch aus Naturlatex angeboten. Sisalbeläge können bei Feuchtigkeitsaufnahme, auch bei hoher Luftfeuchtigkeit, etwas schrumpfen. Die Hersteller empfehlen daher meist die vollflächige Verklebung. Bei der losen Verlegung müssen die Webkanten vernäht werden, damit keine Fugen entstehen.



Kokosbeläge: Kokospalmen sind in den tropischen Zonen beiderseits des Äquators verbreitet. Sie werden bis zu 30 Meter hoch und bis zu 85 Jahre alt. Ab dem 7. Jahr erntet man jährlich 40 bis 60 Nüsse. Die Faserumhüllung der Kokosnuss, die die Frucht bei der Reifung vor tropischer Sonnenhitze schützt, wird in Sumpfbecken längere Zeit der Fäulnis ausgesetzt.



 

Fäulnisanfällige Stoffe lösen sich dabei ab, die fäulnisresistenten Kokosfasern werden gewaschen, getrocknet und anschließend zu Stricken, Matten, Wärmedämmstoffen oder Bodenbelägen weiterverarbeitet. Die Kokosfaser ist gelblichbraun bis braun, fest und spröde, von Natur aus antistatisch, gut wärmeisolierend und trittschalldämmend. Kokosbodenbeläge sind strapazierfähige Bodenbeläge mit einer vergleichsweise rauen Oberfläche. Sie werden in verschiedenen Breiten angeboten. Kokosbeläge kommen meist ungefärbt oder gebleicht in den Handel. Beläge mit Latexrücken sind rutschfest und können lose verlegt werden. Lose verlegte Kokosbeläge können sich bei Feuchtigkeitseinwirkung, auch bei hoher Luftfeuchtigkeit, ausdehnen und so Wellen bilden. Beim Trocknen ziehen sich die Fasern wieder zusammen und die Wellen verschwinden. Durch Verkleben der Beläge lässt sich die Wellenbildung vermeiden.





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